Jeden Mittwoch stelle ich an dieser Stelle die drei Songs vor, die mich in der vergangenen Wochen am häufigsten begleitet, am meisten beeindruckt und dazu schwer begeistert haben.
Wir starten mit Punkrock von The Meffs: „What A Nightmare“ hat nicht nur einen rohen, energiegeladenen Sound, der sich nicht mit Schnörkeln aufhält, sondern ist eine gesellschaftskritische Abrechnung mit den aktuellen Zuständen, insbesondere in Großbritannien. Der Song thematisiert die wachsende Ungleichheit, die Ausbeutung der Arbeiterklasse und Minderheiten zugunsten von Milliardären, sowie den politischen Rechtsruck und die Heuchelei der Mächtigen. Es ist ein lauter Aufschrei gegen ein System, das als „fucking nightmare“ empfunden wird. Wut, Frustration und eine gewisse Desillusionierung, gleichzeitig aber auch ein rebellischer Aufruf, die Augen zu öffnen mit einer gehörigen Portion „Wir-lassen-uns-das-nicht-gefallen“.
Noch mehr Punkrock, diesmal von Team Dresch. „I Won’t Tell“ vermittelt eine Mischung aus Verletzlichkeit und Trotz. Der Song handelt von innerer Zerrissenheit und dem Umgang mit Geheimnissen oder unausgesprochenen Gefühlen, möglicherweise im Kontext einer queeren Identität oder Beziehung. Es geht um den Wunsch nach Verbindung und Freiheit („I wanna go to the ocean„), aber auch um die Angst davor, sich komplett zu öffnen und die Konsequenzen zu tragen („I won’t tell„). Die Zeile „Love yourself all the way“ deutet auf einen inneren Kampf um Selbstakzeptanz hin.
Und auch diese Woche darf die übliche Mischung aus Emo-Punk/Post-Hardcore nicht fehlen. Nachdem für mich Basement in diesem Jahr überraschenderweise ein neues Album veröffentlich hat, sind natürlich auch wieder die älteren Alben auf Heavy Rotation. So auch „Colourmeinkindness“ (2012). „Whole“ handelt von Gefühlen der Unzulänglichkeit, dem Gefühl, nicht „ganz“ zu sein, und der Suche nach Trost und Verständnis in einer Beziehung oder durch eine andere Person. Andrew Fisher drückt dabei eine tiefe Unsicherheit aus und den Wunsch, die Risse in sich selbst zu kitten, was sich in dem wiederholten Verlangen „Make me whole“ widerspiegelt. „Whole“ beginnt mit einem prägnanten Gitarren-Intro und baut sich schnell zu einem kraftvollen, dynamischen Track auf. Der raue, emotionale Gesang steht im Kontrast zu den eingängigen Melodien. Ein Song, der sowohl musikalisch als auch inhaltlich tief berührt. Er vermittelt eine Mischung aus Verzweiflung, Verletzlichkeit und Sehnsucht.


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